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Irgendwie
haben wir sie doch immer beneidet, schon als wir noch gar nicht wußten,
dass man die Dinger auch noch anderweitig benutzen kann. Einfach an den
nächsten Baum stellen und pinkeln, statt Hose runter, Brennessel-freien
Platz finden, hinhocken, vorsicht, nix nass machen ... Aber auch das geht.
Ebenfalls wichtig: Es geht, aber man muß nicht. Nicht jeder Bio z.B.
benutzt Pinkelbecken, wenn es eine Kabine gibt. Viele sind da sehr schüchtern.
Hier die Ergebnisse vieler heroischer Selbstversuche
eines Kollegen - es funktioniert!
Und hier noch eine Site, auf der erklärt wird, wie Bio-Frauen
im Stehen pinkeln können - und zwar ohne jedes Hilfsmittel. Es
geht, zumindest unter der Dusche - weitergehend habe ich es allerdings nicht
ausprobiert. So ähnlich, aber nicht gleich, der Methode, die im obrigen
Dokument beschrieben wird.
- In einigen Geschäften für Camping-Bedarf gibt es entweder
feste Platisk- oder Metalltricher, die zwischen die Beine gehalten wird,
und mit denen man den Strahl sogar begrenzt lenken kann. (ca 20.-DM
- 30.-DM).
Eine Quelle: <Leider nicht mehr erhältlich - wir suchen eine
neue Quelle>
Oder ein weicherer Plastiktricher - der wurde sogar schon bei Karstatt
gesichtet, und ist für lange Autofahrten gedacht. (ca. 10.-DM)
Daran ist ein Platikbeutel befestigt, den man aber einfach abschneiden
kann. Ist weicher und unauffälliger zu verstauen.
Vorteil: Nun ja, man kann im Stehen pinkeln.
Nachteil: Man muß die Dinger hinterher ausspülen (oder sollte
es zumindest), und am Waschbecken ist das problematisch.
- Ein Stück Schlauch - funktioniert! Und ist leicht zu bekommen
und billig. Man braucht einen Schlauch, der nicht zu dünn ist (sonst
fühlt sich das ziemlich unangenehm an), ungefähr vom Format
Gartenschlauch.
In Köln bei Gummi Grün (Neumarkt), sicherlich auch anderswo,
ist beispielsweise Spritschlauch erhältlich, der hinreichend dick
und weich ist, und auch recht beständig (Meter 3,30 €). Alternativ
gibt es auch PVC-Schlauch, der klar ist (Meter 1.- €) (PVC ist
allerdings ökologisch entschieden bedenklicher als Gummi). Innendurchmesser
ist jeweils 1cm. Auch ein Stück Gartenschlauch müßte
geeignet sein.
Man schneidet ein Stück von ca 15cm ab, und zwar am besten gleich
schräg. (Kürzen kann man es immer noch, wenn man weiß,
wie viel man braucht.) Ein Ende sollte im Winkel von ca 45 bis 60 Grad
abgeschrägt sein, und an diesem Ende sollten die Kanten etwas abgerundet
werden, mit einer Feile oder scharfen kleinen Schere.
Dieses schräge Ende wird dann zwischen die Beine geschoben, und
zwar zwischen die Schamlippen, und so weit nach hinten, dass man das
Gefühl hat, gleich rutscht er rein (wer den Gedanken unangenehm
findet - Brennesseln sind schlimmer, IMHO). Dann liegt die Öffnung
nämlich genau vor der Harnröhre. Gut festhalten, damit es
auch dicht dran sitzt, und Wasser Marsch! Hinterher braucht man nicht
mal mehr abzuwischen, sondern einfach nur den Schlauch ein winziges
Stück nach vorne ziehen, und dann nach unten.
Den Schlauch sollte man ausspülen, wenn das nicht geht, wenigstens
gut ausschütteln und wasserdicht verpacken und hinterher gründlich
waschen (Frischer Urin riecht ja nicht allzu schlimm. Aber wenn der
erst mal ein bis zwei Tage gegoren hat ...). Man kann natürlich
billigere Schläuche auch nur einmal benutzen und dann wegwerfen.
Wenn es ein reiner Gummischlauch ist, geht das auch in freier Natur.
Aber bitte nur damit.
Verstauen kann man das Ding eigentlich überall, unter anderem auch
in der Unterhose (vor allem wenn es solche ohne Eingriff sind, bei denen
der doppelt gelegte Stoff vorne nicht ganz zugenäht ist. Direkt
neben der Socke, quasi ;-)
- Vorschlag aus den USA: Eine weiche Plastikscheibe (Weichplastikdeckel,
z.B.) rund zuschneiden, kann man in der Hand verstauen und unauffällig
auswaschen, wird zum Pinkeln zu einem Trichter zusammengerollt. (Nicht
ausprobiert, müßte aber eigentlich gehen.)
- Ein Plastik-Flaschenhals: Funktioniert so wie die oben beschriebenen
Hilfen für Bio-Frauen. Ist aber wesentlich billiger. Eignen müßten
sich alle von flachen Flaschen, die nicht grade nach oben abschließen,
sondern schräg zur Seite. (Die einzige, die mir einfällt und
so eine Form hat, ist die Odol-Flasche, aber die ist natürlich
aus Glas.)
Hoffe widerum, einigen weitergeholfen zu haben mit diesen Infos. Ergänzungen
und Erfahrungen eurerseits fügen wir gerne hinzu!
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