Papierkram
Was man wissen muß im Umgang mit Behörden, Krankenkassen und ähnlichen Ärgernissen.

Namens- und Personenstandsänderung - das TSG


Die Krankenversicherungen
  • Und hier sind einige Hinweise zum Verfahren und dem Umgang mit den Krankenkassen
  • Aktuelle Probleme bei der Verschreibung von Hormonen auf Kassenrezept
    Es ist aufgrund des Urteils des Bundessozialgerichtes vom 19.3.2002 eine neue Rechtslage entstanden beim sogenannten Off-Label-Use von Medikamenten, also der Verordnung von Medikamenten für Krankheiten, für die sie keine Zulassung besitzen. Das betrifft leider sämtliche Hormompräperate, die Transgender zur Hormontherapie bekommen.

 

Allgemein gilt:

Zunächst einmal, es hört sich alles sehr viel an, aber es ist meistens nur lästig, nicht wirklich schlimm. Ganz wichtig jedoch ist, dass man sich umfassend informiert, bevor man da etwas anwirft, was auf andere Art und Weise wesentlich einfacher und/oder schneller gegangen wäre. Wir leben nun mal in Deutschland, und da gibt es halt Formulare für die Beantragung eines Antragsformulars.... Und wehe, die Dinger sind nicht richtig eingereicht, oder nicht fristgerecht, oder in der falschen Farbe ausgefüllt.

Man kann sich leider auch nicht darauf verlassen, dass Ärzte, Krankenkassen oder Ämter genau Bescheid wissen; es gibt Informationen, die sind falsch, weil die Herrschaften selber nicht so genau informiert sind, und es gibt Informationen, da fragt man sich dann schon, warum das jetzt jemand so behauptet - und dann ist es selten in unserem Interesse. Also, gut informieren und gegebenenfalls gegenhalten - wenn ihr im Recht seid, seid ihr im Recht.

Außerdem gibt es einige Leute und Gegenden, vor denen muß gewarnt werden, weil die dort tätigen Gutachter, zum Teil auch Behandler, etwas seltsame Vorstellungen haben..
Da, wo wir warnen können, ohne das Risiko einer Klage einzugehen, werden wir das tun. Ansonsten empfiehlt es sich immer, sich bei einer Gruppe in der Nähe umzuhören, was es da für Erfahrungen gibt - Auch dann, wenn in dieser Gruppe nur Frauen sein sollten, oder man sich nicht so wohl da fühlt - es lohnt sich!

Betrifft: Anwälte! An einigen Stellen haben wir darauf hingewiesen, dass man sich einen Anwalt nehmen kann oder sogar soll. Stellt sicher, dass der Anwalt, den ihr euch aussucht, sach- und fachkundig ist, und keine Berührungsängste mit Transen hat. Denn das hat sich schon als Problem erweisen, so zum Beispiel in einem Fall, in dem ca. 10.000 DM Anwaltskosten anfielen, weil der Anwalt zu einer Klage riet im Streit mit einer Kasse. Das Problem? Der Fall war noch gar nicht in einem klagefähigen Stadium - Geld wech, nix erreicht!

Eine gute Adresse ist immer Frau Maria Sabine Augstein in Tutzing. Sie kann zwar nicht in jedem Falle selber helfen, kennt aber Anwälte, die sich auskenne, bzw. kann als Korrospondenzanwältin mitarbeiten. Ihr könnt euch auch mit der dgti oder uns erst mal in Verbindung setzen, um zu prüfen, ob sich das schon lohnt!

Wir und die dgti als Ansprechpartner: Ich habe in den Texten immer mal wieder auf uns und die dgti als Ansprechpartner hingewiesen. Daß heißt aber nicht, dass andere Selbsthilfeorganisationen inkompetent sind oder ihr da nicht hingehen solltet, sondern nur, dass dies unsere Seite ist und wir nun mal mit der dgti in einigen Fragen eng zusammenarbeiten. Checkt auch mal eure lokale Gruppe - während es wirklich einige gibt, die in solchen Dingen nicht eben mit Kompetenz glänzen (und oft entweder raten, alles mitzumachen, was irgend jemand fordert, damit es bloß keinen Ärger gibt, oder umgekehrt bei jeden Fall direkt zur Klage) gibt es auch viele, die zur Hilfe sowohl bereit als auch fähig sind! Und man kann sich selbstverständlich auch an mehreren Stellen gleichzeitig informieren!



Außerdem hat die dgti bereits eine Menge gerade zu diesem Thema veröffentlich, deshalb hier spezielle Links zum Thema (Aber die Seite lohnt sich auch ganz für sich zu betrachten):

Auf dieser Seite ist die Erstinformation für Betroffene - Achtung, lang! Enthält nicht nur einige allgemeine Infos, sondern auch Musterbriefe an Behörden, Ärzte, Gericht, Krankenkassen, Arbeitgeber.....
Zum Ausdrucken kann man sich diese als DOC herunterladen. Hier ist auch eine RTF-Version (kann von fast allen Textverarbeitungen gelesen werden) als ZIP.

Außerdem gibt es hier den "Versuch eines Leitfadens für 'Helfer'", Transsexuell und nun?

Der Inhalt:

  1. Einleitung medizinischer Maßnahmen
  2. Kostenübernahme und Leistungspflicht
  3. Behandlungsanspruch und Umgang mit dem Patienten
  4. Behandlungs- und Begutachtungsstandards
  5. Abschlußbemerkungen

Außderdem gibt es noch eine Liste der SHGs -- selbst wenn man diese nicht mag, sie sind eine unschätzbare Quelle für Informationen zu lokalen Gegebenheiten.


 
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