Henrik's Tagebuch - 25. April 2001: Frust...
Wie
schon angekündigt, war ich heute im Rechts der Isar - wieder einmal.
Seit etwa einem Jahr versuche ich nun schon, Dr. Müller zu einem Beratungsgespräch
zu erwischen. Wie die letzten drei Male auch, war ich auch heute nicht erfolgreich.
Beim ersten Mal wollte ich mich mit einem anderen TM
treffen. Als ich ankam (genau zur Sprechzeit, Mittwochs 9-11 Uhr), war der
TM schon da. Er sagte mir, dass Dr. Müller noch im OP sei, ungewiss,
wann er denn fertig wäre. Nach etwa zwei Stunden Wartezeit wurden wir
beide mit einem anderen Arzt abgespeist, der uns das erzählte, was wir
eh schon wussten: allgemeines Blabla, jedoch nichts Konkretes. Gefrustet gingen
wir wieder nach Hause, mit dem schalen Geschmack im Mund, dass hier evetuell
nur Geld für zwei Beratungsgespräche von der Krankenkasse abgezockt
werden sollte.
Beim zweiten Mal, etwa zwei Monate später, das
gleiche Spiel: Dr. Müller ist leider im OP, wenn Sie warten möchten...
Nach eineinhalb Stunden Warten ging ich wieder - immerhin habe ich damals
im Schicht-Dienst der Bibliothek gearbeitet und konnte nicht einfach da wegbleiben.
Das dritte Mal hatte ich mir gleich einen Termin geben
lassen. Angeblich zu einem "da ist er sicher da"-Termin. Als ich ankam, war
weder die Sekretärin da, noch Dr. Müller. Nach halbstüdigem
Herumfragen in div. Sekretariaten, tauchte die Sekretärin doch noch auf,
war jedoch sehr ungehalten darüber, dass wir ihre Mittagspause störten.
Leider war Dr. Müller auch dieses Mal leider noch im OP, woran
auch eine einstündige Wartezeit nichts änderte. Zu meiner Arbeitsstelle
konnte ich nicht mehr zurück, da es bereits ausserhalb der Kernzeit war
und ich noch in der Einlern-Phase war. Mir fehlte also für nichts ein
halber Arbeitstag (plus die Entlohnung dafür).
Heute war also Versuch Nr. 4 an der Reihe. Aus den
alten Fehlern schlau geworden, versuchte ich, nicht zu Beginn der Sprechzeit,
sondern am Ende dessen zu kommen. Immerhin hatte ich dieses Mal die Hoffnung,
das Vorgespräch während meiner Mittagspause zu tätigen, so
dass es nicht allzu sehr auffiel, dass ich weg war. Ich kam also sehr "spät"
zur Sprechstunde, etwa um 12 Uhr.
Leider hatte ich die Rechnung ohne die "nette" Sekretärin
und Dr. Müller gemacht: Ausgerechnet heute hatte die Sprechzeit völlig
regulär von 9 bis 11 Uhr stattgefunden, Dr. Müller war längst
nicht mehr anwesend, und die Sekretärin an der Anmeldung leider auch
alles andere als freundlich.
Ich weiss nicht, ob ich jemals zu Dr. Müller vordringen
werde. Ich möchte schon gerne von ihm operiert werden - doch wenn das
mit den Vorgesprächen so weitergeht, werde ich doch noch zum dem 10-cm-Narben-Mensch
nach Grosshadern gehen. Ich könnte heulen....
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