Henrik's Tagebuch - 2 Wochen Testo (18. April 2000)
Morgen ist
die zweite Spritze fällig - also Zeit, um einen ersten Blick zurück
zu werfen!
Nein, man merkt es nicht... Man wird nicht schlagartig
geiler, die weibliche bzw. männliche Umgebung ist nach wie vor in Sicherheit.
Die Haare sind auch noch alle da, wo sie vor zwei Wochen waren, und die Stimme
auch.
Ja, wirkt das Testo denn überhaupt???
Würde ich durchaus behaupten. Allerdings bin ich
mir nicht sicher, ob alles wirklich der Extraportion Testo im Blut zuzuordnen
ist, oder ob ich nicht auch einfach so gut drauf oder aktiver gewesen wäre.
Körperliche Veränderungen waren minimal, aber auch hier ist alles
erst einmal ein subjektiver Eindruck.
Am ersten Tag war ich total euphorisch. Das hat sich
im Laufe des Tages dann einigermassen gelegt - Job sei dank. Die folgenden
Tage habe ich immer wieder an die Stelle gefingert, wo das Testoviron reingespritzt
worden war. Die Stelle fühlte sich an, als hätte ich mich genau
dort gestossen, und ein dicker blauer Fleck hätte sich gebildet: beim
Draufdrücken tat's ein wenig weh, die Stelle war ein wenig dick, aber
nicht hart. Mein Freund sagte, dass das bei intramuskulären Spritzen
normal ist.
Schon am nächsten Tag, also am 5. April hatte
ich das Gefühl, dass in meinem Hals zu wenig Platz ist. Anfangs dachte
ich "kann ja gar nicht sein!" und meinte eher, eine Erkältung im Anmarsch
zu haben. Da ich aber weder Schnupfen noch Husten noch wirklich Halsschmerzen
bekam, der Druck jedoch immer gleich blieb, war es wohl doch schon eine erste
Auswirkung von Testo. Geschlagene zwei Wochen lang ein Frosch im Hals-Gefühl,
Tendenz steigend.
Von der Stimmlage her bin ich mir unsicher: Martina
meinte, dass sich meine Stimme schon markant geändert hätte (aber
noch nicht männlich ist); Andi dagegen sagte, ich klinge wie immer. Subjektiv
empfinde ich meine Stimme eher so, dass sie rauher geworden ist, ich in entspanntem
Zustand etwas tiefer spreche, aber z.B. beim Job oder wenn ich betont freundlich
sein will, wieder vor mich hinflöte.
Am Wochenende (8./9. April) bekam ich planmässig
meine Menstruation. War genauso schmerzhaft wie sonst auch - aber heftiger!
Sonntag war's noch ganz normal stark, wie sonst auch (den Tampon musste ich
in den ersten zwei/drei Tagen so alle 2 Stunden wechseln) - aber am Montag
dann war's so heftig wie noch nie - nach einer Stunde schon hatte ich einen
Tampon komplett durch. Zuerst habe ich gar nicht gemerkt, was da abgeht und
hatte peinlicherweise Blut in der Hose. Wuahhh!
Dienstag hat es sich dann wieder beruhigt, ging auf
ein erträgliches Mass zurück. Bei einer normalen Menstruation wäre
es in den nächsten Tagen abgeklungen - denkste! Es hat noch bis zum Sonntag
gedauert, bis ich mich wieder ohne Tampon auf die Socken machen konnte. Immer
wieder schien es vorbei zu sein, dann wieder ein neuer Schwall. Zum Schluss
schob ich schon Panik, dass das zu einer Dauerblutung mutiert.
Vom 9. auf den 10. konnte ich relativ schlecht einschlafen.
Mir war einfach zu heiss im Zimmer. Kommt ab und zu vor, wenn ich zu spät
daran denke, die Heizung runter zu drehen. Na, jedenfalls lag ich da wach
im Bett, mein Freund ratzte schon seit zwei Stunden selig vor sich hin. Also
griff ich zum bisher 100%ig sicheren Mittel der kurzen Selbstbefriedigung
- Entspannung total inclusive sofortigem Einschlafen danach. Ich habe es dann
auch gemacht - nur: als ich "fertig" war, dachte ich mir "verdammt, was reibt
denn da?" Vorsichtig fuehlte ich an der Klitoris rum (war noch total gereizt)
und stellte fest, dass sie ganz einfach ein Stückchen rausguckte. Hat
sie vorher nie gemacht, selbst wenn ich absolut geil war!
Auch bei den nächsten Gelegenheiten in der folgenden
Woche (ich hab's zugegeben ziemlich oft gemacht) immer wieder die gleiche
Feststellung: seit neuestem guckt Klito raus. Und das ständig. Meine
Folgerung: sie ist schon minimal gewachsen! Wow! Dass das so schnell geht,
hätte ich nie gedacht. Na, hoffentlich geht's auch so flott weiter.
Im Fitness-Studio hatte ich das Gefühl, dass ich
aktiver bin bzw. die Gewichte mir etwas leichter fallen als sonst. Aber hier
bin ich der Meinung, dass das eher an der Regelmässigkeit liegt als am
Testo.
Seit 14. April bin ich irgendwie down. Die eineinhalb
Wochen zuvor war ich aktiv, optimistisch, auch wenn's äusserlich keinen
Grund dafür gegeben hat. Und nun bin ich niedergeschlagen, renne in der
Wohnung rum wie ein Tiger im Käfig, bin knatschig ohne Ende und keife
meinen Schatz an. Fühlt sich an wie PMS. Auch hier bin ich mir nicht
sicher, ob das am Testosteron liegt oder ob ich mich nur gehen lasse. Es wird
sich zeigen...
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