Testosteronpflaster


Eine kurze Zeit in den 1990er Jahren waren die Testosteron-Pflaster eine Alternative zu den leberbelastenden Tabletten und die Depot-Spritzen, die ja auch nicht jedermanns Sache sind. Mittlerweile haben die Testosteron-Gele die Pflaster im Laufschritt überholt. Im Moment ist nur noch ein Präparat auf dem deutschen Markt.

Generell müssen Pflaster ständig gewechselt werden. Je nach Präparat und benötigte Dosis kann das von zwei Pflastern täglich bis zu einem Pflaster alle zwei Tage wechseln. Der Wirkstoff Testosteron wird über die Haut aufgenommen. Über die Zeit hinweg wird ein konstanter und ausreichender Testosteron-Level erzeugt.

Für Transmänner haben die Pflaster wenige Vorteile, aber viele Nachteile.
Vorteil ist, dass man - ähnlich wie bei einem Gel - eher ein Gefühl der Unabhängigkeit von der Medizin hat, da man selbst sich das Pflaster aufklebt.

Die Nachteile sind: Man muss ein Pflaster eine bestimmte Zeit auf der Haut haben - wenn man also duschen möchte, oder zum Schwimmen gehen, muss man das Pflaster abziehen, und nachher wieder aufkleben. Je nach Hauttyp beschwert sich die Haut auch über den ständigen Kontakt mit dem Kleber. Zwar ist der Kleber wie bei anderen Pflastern auch dermatologisch getestet - jedoch sicherlich nicht für einen über Jahre hinweg reichenden ständigen Kontakt. Transmänner mit Körperbehaarung können sich zudem auf ein tägliches Zwangs-Enthaaren mittels Pflaster “freuen”. Von den wenigen Transmännern, die uns als Pflaster-Benutzer bekannt sind, konnten wir auch erfahren, dass die vom Arzt verschriebene Dosis zumeist nicht ausreicht, um die Pubertät einzuleiten. Für die Zeit nach der Hysterektomie, wenn der Körper nur noch sehr wenig eigenes Östrogen produziert, reicht die Dosis jedoch aus.

Androderm
Testoderm (nicht mehr auf dem Markt)