Unterschiede in der Dosierung?


Jeder benötigt eine andere Menge an Testosteron - die einen bauen das Testosteron sehr schnell ab, andere nur relativ langsam, manche treiben Sport, andere sitzen nur am Schreibtisch, manche haben relativ hohe Eigen-Testo-Werte, andere sehr niedrige.

Sind die ersten Hormongaben noch relativ einheitlich, muss die Dosierung auf lange Sicht gesehen individuell eingestellt werden. Und das immer wieder, da sich ja auch die Lebensweise und der Körper immer wieder verändern: vor der Entfernung der Ovarien hat man sicherlich einen anderen Bedarf an Testosteron als danach, ein Berufswechsel bringt mehr körperliche Bewegung mit sich, das Alter spielt eine Rolle etc..

Aus diesem Grund ist jedem dringend zu empfehlen, zu Anfang die Dosierung gut einstellen zu lassen und danach sich mindestens einmal, besser noch zweimal pro Jahr von einem Endokrinologen, welcher mit Trans Erfahrung hat, untersuchen zu lassen. Ein ausser Kontrolle geratenes Hormonsystem hat verheerende Folgen auf Körper und Psyche und ist nur sehr schwer wieder zu kurieren. Mit den Jahren muss man auch einen Blick auf die Leberwerte werfen - nach und nach können sich diese gefährlich verschlechtern. Eine von Haus aus gesunde Lebensweise kann die Leberwerte positiv beeinflussen: wenig Alkohol und wenig Fett sind die Zauberworte.

Manche Ärzte bestehen auch darauf, dass man vor einer geplanten Operation das Testosteron absetzt - Testosteron beeinflusst die Fließgeschwindigkeit und die Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Je nach Schwere der Operation können die durch die Testosterongaben erzeugten Werte den Verlauf und das Ergebnis der Operation negativ beeinflussen. Man sollte also vor einer Operation sowohl mit dem Operateur als auch mit seinem Endokrinologen sprechen.