Nach der Operation


Die ersten paar Tage wird man mit mehr oder weniger Schmerzmitteln versorgt, je nachdem wie viel man davon benötigt. Manchmal erfolgt das über den noch von der Operation vorhandenen Venenzugang (am Handgelenk, Arm, in der Beuge...) mittels einer angelegten Infusion, in gut ausgestatteten Kliniken bekommt man sogar eine sog. Schmerzpumpe.

Die Schmerzpumpe ist ein relativ teures, aber äußerst praktisches Gerät: Der aus der Operation noch vorhandene Venenzugang wird genützt, die Dosierung des Schmerzmittels und den Zeitpunkt kann der Patient aber mittels Knopfdruck selbst bestimmen. Eine Überdosierung kann nicht erfolgen, da ein Mindestabstand zwischen zwei Knopfdrücken vom Anästhesisten eingestellt wird.


Manchmal hat man nach der Operation noch ein oder zwei Tage lang einen Blasenkatheter. Dieser erspart einem das schmerzhafte zur Toilette gehen. Zudem kann so kein Urin in die frische Wunde laufen.


Ebenso wird eine Drainage entweder aus dem Unterbauch oder aus der Vagina herausragen. Diese soll das noch in der Bauchhöhle befindliche Wundwasser und Blut abführen. Sobald nur noch minimal etwas abfließt, wird diese vom Arzt gezogen. Das kann kurz wehtun, aber danach fühlt man sich viel besser.


Nachdem man das Bett verlassen darf, fällt das Laufen noch etwas schwer und man fühlt sich noch ziemlich schlapp. Das kommt noch von der Narkose und den doch großen inneren Wunden, die jetzt heilen müssen. Aber nach einiger Zeit legt sich das wieder. Praktisch in dieser Zeit sind die Netzhöschen, die man im Krankenhaus nach der Operation bekommt. Diese werden mit dicken und weichen Einlagen ausgestattet. Sie nehmen das direkt aus der Vagina nachlaufende Blut und Wundwasser auf und sind einfach zu wechseln.


Kleiner Tipp: Schau, dass Du möglichst schnell wieder auf die Füße kommst (Minimierung des Thrombose-Risikos), überanstrenge Dich aber dabei nicht. Wenn Du am Tag nach der OP mit Hilfe der Schwestern aufstehst und Dich selbst kurz waschen kannst, ist das eine sehr gute Leistung!


Der Verbandswechsel erfolgt nicht unbedingt täglich - der Körper muss auch Zeit haben, die Wunde zu verschließen, und ständiges Wegreißen der Kruste unterstützt das nicht gerade.


Bitte nur mit sauberen und desinfizierten Händen an den Bereich der Wunde fassen.