Der Zugang zum Operationsgebiet erfolgt über die Vagina. Das heißt für Dich: Du musst Dich bei der Vorbesprechung untersuchen lassen, ob Du unten ausreichend weit gedehnt werden kannst, um dem Operateur den nötigen Platz zu geben. Als Faustregel gilt bei den Operateuren, dass man nach erfolgter Geburt eines Kindes normalerweise ausreichend weit dehnen kann. Aber auch Jungs, die noch nicht einmal entjungfert worden waren, waren schon weit genug gebaut. Der Gynäkologe soll also nicht gleich ablehnen, sondern genau schauen.
Vor dem OP-Saal musst Du Dich auch nochmal in eine - dem gynäkologischen Stuhl nicht unähnliche - Halterung begeben. Natürlich könnten Dich die OP-Pfleger auch in Narkose so hindrapieren. Vorteil, wenn Du es selbst machst ist aber, dass Du es Dir so bequem wie möglich machen kannst und so die Gefahr von Lagerungsschäden (Kreuzschmerzen...) reduziert wird.
Wenn Du dann in Narkose bist und die Operation anfängt, dehnt der Operateur erstmal die Vagina so weit wie möglich und schneidet entweder kreisförmig den Muttermund aus und danach alles übrige, oder aber dehnt auch den Muttermund (wenn der drin bleiben soll) und schneidet kreisförmig die Gebährmutter heraus.
Wenn der Operateur wirklich fit ist, kann er mit dieser Methode auch die Eileiter und Eierstöcke (medizinisch: Adnexe = "Anhängsel") entfernen. Ansonsten empfielt sich eine Kombination mit der Laparoskopischen Methode.
Für die vaginale Hysterektomie benötigt der Operateur extra hierfür geschaffenes OP-Besteck - es kann also sein, dass ein Chirurg das gar nicht besitzt, und somit diese Art der Hysterektomie nicht durchführen kann. In diesem Fall solltest Du Dir überlegen, ob Du von diesem Arzt operiert werden möchtest, aber halt auf eine andere Art, oder ob Du einen anderen Arzt aufsuchst.
Wenn alles entfernt ist, vernäht der Operateur noch die Wunde in der Vagina. Äußerlich hast Du keine Narbe; höchstens eine kleine von der Drainage, welche u.U. aus Deiner Bauchdecke heraus geführt wird, um noch nachfließendes Blut abzuführen.
Innerlich wird jedoch eine fast gleich große Wundfläche wie bei der abdominalen Hysterektomie sein: auch hier wurden ja die Bänder und Muskeln, die die Gebährmutter an ihrer Position gehalten haben, durchtrennt, und die Blutversorgung verödet. Der Muttermund wurde vernäht.
Diese Methode ist ungeeignet für Leute, die eine sehr große Gebährmutter haben oder bei denen Komplikationen aufgrund Verwachsungen oder Zysten zu erwarten sind (die kann dann nicht so ohne weiteres von unten her entfernt werden).
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