Was heißt überhaupt TransMann?

Transmänner sind die andere, unbekanntere Häfte der Transgender (Transsexuellen, Transidenten). Also Männer, die mit einer weiblichen Anatomie auf die Welt gekommen sind; die aber der Meinung sind, dass da irgend etwas grundlegend schief gegangen sein muß.

Weitere Infos zum Thema Trans enthält der Trans-FAQ

"Offizielle" Definitionen

Roche Lexikon der Medizin - Transsexualismus, Transsexualität
die fixierte Vorstellung, dass die erkennbare Geschlechtszugehörigkeit falsch sei; das daraus resultierende Verhalten ist entweder auf eine operative Veränderung der Geschlechtsorgane gerichtet oder auf eine völlige Geheimhaltung des eigenen körperlichen Geschlechts durch Übernahme von Kleidung u. Verhalten des anderen Geschlechts; vgl. Transvestitismus

ICD-10 - F64.0 Transsexualismus

Klinisch-diagnostische Leitlinien
Es besteht der Wunsch, als Angehöriger des anderen anatomischen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit dem Gefühl des Unbehagens oder der Nichtzugehörigkeit zum eigenen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach hormoneller und chirurgischer Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.

Diagnostische Leitlinien
Die transsexuelle Identität muß mindestens 2 Jahre durchgehend bestanden haben und darf nicht ein Symptom einer anderen psychischen Störung, wie z.B. einer Schizophrenie, sein. Ein Zusammenhang mit intersexuellen, genetischen oder geschlechtschromosomalen Anomalien muß ausgeschlossen sein.

Forschungskriterien
A. Die Betroffenen haben den Wunsch, als Angehörige des anderen Geschlechtes zu leben und als solche akzeptiert zu werden, in der Regel verbunden mit dem Wunsch, den eigenen Körper durch chirurgische und hormonelle Behandlungen dem bevorzugten Geschlecht anzugleichen.
B. Die transsexuelle Identität besteht andauernd seit mindestens zwei Jahren.
C. Der Transsexualismus ist nicht Symptom einer anderen psychischen Erkrankung, wie z.B. einer Schizophrenie und geht nicht mit einer Chromosomenaberration einher.

Aus dem TSG (Transsexuellengesetz) Link zu Juris.de

§ 1 Voraussetzungen. (1) Die Vornamen einer Person, die sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfindet und seit mindestens drei Jahren unter dem Zwang steht, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben, sind auf ihren Antrag vom Gericht zu ändern, wenn
[...]
2. mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass sich ihr Zugehörigkeitsempfinden zum anderen Geschlecht nicht mehr ändern wird ...

Unsere Definitionen

Menschen, deren Geschlechtseintrag in der Geburtsurkunde 'weiblich' lautet oder lautete, die sich jedoch mit diesem Wort falsch oder nicht ausreichend beschrieben fühlen.

"Das ist das erste, woran ich mich erinnere - dieser mit felsenfester Überzeugung geäußerte Satz: "Das wächst noch!". Na ja gut, dann muß man halt ein bischen nachhelfen."

Und was es nicht ist:

  • Lesben (oder Schwule) die sich nicht trauen. Während so etwas, wenn auch sehr selten, vorkommt, wird es doch meistens früh genug erkannt (und hat dann auch nichts mit Trans* zu tun, sondern damit, wie die Gesellschaft mit Schwulen und Lesben umgeht). Und da ein nicht unbeträchtlicher Teil der Transen *hinterher* schwul oder lesbisch oder bi sind, müßte man sich dann fragen, was die denn vorher waren? Heteros mit einem Coming-In Problem?
  • "Sünder" oder ähnliches - meistens mit dem Argument vorgebracht, Gott mache keine Fehler. Wenn dem so ist, wozu gibt es dann Neugeborenenstationen in den Krankenhäusern?
  • Krank - Transen sind nicht krank, Transen sind Leute mit einem Problem, dass medizinische Aspekte hat. Krank hingegen sind Leute, die über den Wunsch anderer Menschen, endlich ein zufriedenes Leben zu führen, Identitäskriesen bekommen.

 

 
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Post-Adresse: TransMann e.V. - Postfach 29 01 06 - 50532 Köln [an error occurred while processing this directive]